Donnerstag, 22. März 2012

Wege aus der Beschleunigungsfalle - Das Burn-out in Unternehmen...vom Heinz Léon Wyssling

Wenn nicht nur der Einzelne sondern das ganze Unternehmen den Blues hat, dann sitzt
das 
Unternehmen in der Beschleunigungsfalle. Das Burn-out gibt es nicht nur beim einzelnen Mitarbeiter, es kann auch Teams oder ganze Organisationen erfassen.



Wenn Manager sich vom Markt unter Druck gesetzt fühlen, halsen Sie dem Unternehmen häufig mehr auf, als diese vertragen:
Die Zahl der Projekte steigt, die Leistungsvorgaben werden erhöht und Innovationszyklen verkürzt. Eine Zeitlang mag das funktionieren, aber wenn das rasante Tempo zum Normalzustand wird, führt es zu chronischer Überlastung aller Beteiligten. Die Folgen sind demotivierte Mitarbeitende. 
Eine zu hohe Drehzahl - ständig im roten Bereich - führt nicht nur beim Einzelnen zum Burn-out sondern kann das ganze Unternehmen treffen. 
Eine Untersuchung 2009 von 92 Unternehmen in Deutschland  hat gezeigt, dass die Hälfte in die Beschleunigungsfalle geraten ist - und die meisten sich dessen gar nicht bewusst waren. Das ständige Auf-Achse-Sein führt dazu, nicht mehr zur Ruhe zu kommen. Das System kollabiert und die Entscheidungsfähigkeit des Managements nimmt ab.

Ist Ihr Unternehmen Burn-out gefährdet?

Bei den in der Beschleunigungsfalle gefangenen Unternehmen sagten 60% der Mitarbeitenden, dass sie nicht ausreichend Ressourcen für Ihre Arbeit zur Verfügung hätten - bei Unternehmen die nicht von diesem Phänomen betroffen sind, sind es nur 2%. Ein ähnliches Bild ergab sich bei Aussagen:

«Ich arbeite ständig unter erhöhtem Zeitdruck» (80% zu 4%) und «Die Prioritäten ändern sich häufig» (75% zu 1%). Regelmässige Erholungspausen werden in überlasteten Unternehmen (86% zu 6%) vermisst. 
In die Beschleunigungsfalle geraten Unternehmen nach einem rasanten Boom, wie zum Beispiel ABB nach dem Zusammenschluss  der schwedischen ASEA und der schweizerischen Brown Boveri.

Durch Zukauf von 55 Unternehmen wurde ein exorbitantes Wachstum generiert, was zum Teil dazu führte, dass in den einzelnen Konzernbereichen die linke Hand nicht mehr wusste was die rechte tat und die ABB-Verkäufer, in den verschiedenen Länder, in Sparten und Bereichen organisiert, um die gleichen Kunden konkurrierten und sich gegenseitig kannibalisierten. Mit der Folge, dass sich die Kunden verärgert abwandten und bei der Konkurrenz bestellten.

Erste Symptome des Organizational Burn-Out (nach G. Greve): 

Unsicherheit in der Marktakzeptanz mit Umsatzrückgang: Umsatzrückgang bedeutet Unsicherheit, mit der Folge, dass die Vertriebsintensität erhöht wird ohne vorherige, vertiefte Situationsanalyse.


Übersteigerter Qualitätsanspruch: Wann ist gut gut genug? In Institutionen des Service-Public wird, da der Markt und damit die Preis-Absatz-Funktion fehlt, eine immer höhere Qualität gefordert, ohne final zu bestimmen, welche Qualität überhaupt hinreichend ist.
Unrealistische Leistungsvorgaben: Insbesondere in Organisationen die eine steile Hierarchie haben - wie sie in Service-Public- Institutionen die Regel sind, verstärken sich die Leistungsvorgaben.
Unspezifische Ziele und fehlende Konkretisierung: Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg (Laotse). Unpräzise Ziele führen zu einer Fehlallokation der Ressourcen. Die Motivation leidet und der Energieeinsatz bleibt enttäuschend.
Wertearmut des Unternehmens - mangelnde Sinnhaftigkeit: Der Zweck des Unternehmens kann nicht nur darin bestehen, möglichst viel Geld zu verdienen. Peter Drucker sagt, der Zweck eines Unternehmens ist den Kunden glücklich zu machen. Das Unternehmen braucht eine moralisch-ethische Antwort. Die «Gier des Money-Makings», die zur Finanzkrise geführt hat und vor allem bei der Investmentbank «Lehman Brothers zum Kollaps führte, ist ein Ausdruck davon. Wenn Unternehmen und damit verbunden die Mitarbeitenden auf dem Ozean der Sinnlosigkeit hin und her treiben, dann fehlen ethische Zielvorgaben. Die Identifikation mit der Firma nimmt ab.
Hohe Fluktuation und wenig aktive Bewerbungen: Ausdruck davon ist, wenn die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden erst bei der Kündigung steigt und sie nur als Kostenstellen, nicht jedoch als «human capital» gesehen werden. Fehlende Initiativbewerbungen sind ein Frühindikator für Imageverlust.
Isolation der mittleren Führungsebene zwischen oben und unten: Von der mittleren Führungsebene wird erwartet die Strategie des Unternehmens aktiv umzusetzen und überzeugend zu kommunizieren. Die Realität ist jedoch, dass sie in die Entwicklung der Strategie nicht einbezogen ist. Die Kultur ist geprägt durch Zynismus, hohe Fluktuation und einem nicht mehr zuhören können. Die Beschäftigten wie auch das Unternehmen verlieren dabei die klare Ausrichtung. Bei fehlender klaren Ausrichtung verhält sich das Unternehmen wie ein Schiff das ohne Navigation , bei diffuser Sicht, den Zielhafen sucht. Innovationen, auch im Kleinen, finden nicht mehr statt.
Ergebnisdruck von Kunden, Eigentümer oder der Öffentlichkeit: Bei börsenkotierten Unternehmungen besteht die Gefahr, dass unrealistische Returns-on-Equity verlangt werden. Eine Kurspflege, koste es was es wolle, mit Kosten runter und Gewinne rauf, lässt den Erwartungsdruck und die Versagensängste wachsen. Unüberlegte Hektik, Hypermotorik und Fehler sind die Folge.
Angst vor Verlust des Vertrauens des Kapital- und Absatzmarktes: Das Vertrauen zu Marken und Organisationen (intern und extern), entwickelt sich in einem langwierigen Prozess. Der Vertrauensbruch hingegen kann sich in einer einzigen Handlung vollziehen. Die UBS als exemplarisches Beispiel hat noch immer an der exorbitanten Spekulation des Investmentbankings und dem Versagen des ehemaligen Top-Kaders beim Risk-Management zu leiden.
Veränderungen im Dauerzustand: Das Change-Management mit aussergewöhnlichen Belastungen wird zum Dauerzustand. Bei fehlenden Erholungsphasen bewegt sich das Unternehmen ständig an der Auslastungsgrenze. Die Ressourcenübernutzung der Mitarbeitenden führt zur Demotivation. Der Mitarbeitende fühlt sich in einem latenten Erschöpfungszustand, mit leeren Batterien wie in einem Hamsterrad gefangen.
Erfolgsarroganz macht blind: Eine Unternehmung die über Jahre stets erfolgreich ist, läuft Gefahr, sich als unfehlbar zu halten und die vitalisierende Selbstregulation zu verlieren. Erfolg macht nicht nur angenehm träge, man braucht immer mehr Energie um  den gleichen Erfolg zu erzielen. Die Energiedosen müssen - ähnlich wie bei der Drogenabhängigkeit erhöht werden - um den Erfolgsrausch zu erleben. Alles läuft weiter wie bisher, nur die Outputs will der Markt - zunächst schleichend, dann immer deutlicher - in dieser Form nicht mehr. Nokia, der einst unbestrittene Marktleader bei den Mobilephones, läuft Gefahr in der Befriedigung der Kundenbedürfnisse den technologischen Anschluss zu verlieren und von dem Smartphones aus Amerika und Asien überrollt zu werden.

Gibt es eine Lösung?

Um ein Unternehmen aus der Falle zum Organizational Burn-out  herauszuführen, sind folgende Massnahmen möglich:
Stabilisierung durch Wachstum: Einen konsequenten Wachstumskurs gehen, heisst unnötige Arbeits- und Projektgruppen, die nur zur Verbesserung von internen Prozessen dienen, aufzulösen und die freiwerdenden Ressourcen für Marktbearbeitung und Innovationen verwenden. Die Anzahl der Projekte muss heruntergefahren, weniger wichtige Projekte gestrichen und eine Kommunikation mit emotionaler Ansprache implementiert werden.
Projekt streichen, Innovationsinitiative aufbauen: Anstatt die Mitarbeitenden nach neuen Initiativen zu fragen, können sie eingeladen werden, sich zu überlegen, welche Initiativen sie streichen würden. Die zentrale Frage ist dabei: «Welche unserer Projekte würden wir auch heute noch anstossen, wenn sie nicht schon laufen würden»? «Welche Projekte haben strategische Bedeutung und haben geholfen, dass Unternehmen klar auszurichten, Erfolgspositionen aufzubauen»?
Strategie klar kommunizieren: Das Streichkonzert erfordert vom CEO Mut und Durchsetzungsvermögen und ein verständlich machen der Strategie auf allen Führungsebenen, damit die Projekte auch auf die Kongruenz zur Strategie überprüft werden können.
Stressphase offiziell beenden: Wenn die Beschleunigungsphase nicht allein durch zu viele Projekte sondern vor allem durch ständige Unruhe zustande kommt, kann der CEO das Unternehmen befreien, indem er durch sein Wort, bildlich gesprochen mit einem Tankstellen-Stopp der aktuellen Veränderung ein Ende setzt.
Neue Projekte filtern: Projektmanagementsysteme auch zum filtern verwenden. Ressourcenbedarf, Projektführung klären. Projekte priorisieren und Platz schaffen. Regelmässige Streichrunden im Projektportfolio sowie das Festlegen einer Obergrenze für Unternehmensziele um die gewünschte Entlastung zu erreichen. Das kann bedeuten nur drei, dafür jedoch wettbewerbsfähige Ziele/Projekte verfolgen.
Die Vermeidung eines Ausufern des Projektportfolio ist das eine, um jedoch die Entschleunigung zu erreichen, muss sich die Unternehmenskultur ändern.
Eines nach dem andern: Eine bestimmte Wachstumsphase kann dazu führen, dass im Unternehmen alle Kräfte auf die Erreichung dieses Ziel ausgerichtet werden müssen, zum Beispiel bei einem Markteintritt ausserhalb der bisherigen Region. Eine Projektsperre kann helfen, diese Aufgabe zu bewältigen.
Verschnaufpause einlegen: Bei den 92 untersuchten, deutschen Unternehmungen, steckten 46 in der Beschleunigungsfalle. 86% der betroffenen Mitarbeitenden beklagten sich das sie zu wenig Zeit hätten um nachzudenken und sich nach Stressphasen zu erholen. Werden Pausen als störende Unterbrechungen betrachtet, dann provoziert man die Mitarbeitenden nicht nur in ein Burn-out hinein, sondern man behindert Kreativität. Kreativität entsteht in aller Regel nicht in einem Zustand von Druck und Stress, sondern setzt ein gewisses Mass an Entspannung und Gelassenheit voraus.
Einen Gang zurückschalten: Ein regelmässiger und bewusst strukturierter Rhythmus zwischen Hochleistungs- und Erholungsphasen, wie es zum Beispiel der Gehörgerätehersteller Sonova macht, um wieder Energie tanken und die Batterien aufladen zu können, führt in  diesem Konzern dazu, dass sie nicht nur aussergewöhnliche Innovationen schaffen sondern auch 2008/2009 mit 8% Wachstum deutlich besser abschnitten als die Konkurrenz.
Erfolge geniessen: Erfolge und aussergewöhnliche Anstrengungen verdienen Anerkennung und können im Rahmen einer kleinen Feier institutionalisiert werden.
Mit gutem Beispiel vorangehen: Ein Rückzug auf die grüne Wiese zum nachdenken kann helfen in Ruhe und ohne die täglichen Störungen, Ideen durchzuarbeiten und Energien zu tanken. Bill Gates macht dies mit zwei jährlichen Denkwochen. Dieser passagere Rückzug zum Denken ist zwischenzeitlich fester Bestandteil der Microsoft-Kultur geworden.
Feedbacksysteme einsetzen: Beim monatlichen Feedback zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden wird unter anderem auch darauf geachtet, ob sich die Mitarbeitenden ausreichend erholen,  also eine Balance haben zwischen Anspannung und Entspannung.

Fazit:

Der strategische Umgang mit Burn-out ist Chefsache. 
Zentral ist die Strukturen, Funktionen und Aufgaben so zu gestalten und zu optimieren, dass Erschöpfung vermieden oder zumindest rechtzeitig erkannt wird. Wenn Mitarbeitende als das grösste Kapital bezeichnet wird, dann darf es nicht verbrannt werden.
Gnadenlose Beschleunigung führt zu Orientierungslosigkeit, einer unkontrollierten Flut von Aktivitäten und «Burn-out» für Alle.
Eine heissgelaufenen Organisation entwickelt sich wie eine verengende Spirale, die vom hektischen Aktionismus zu Chaos führt und letztendlich einen Tunnelblick zur Folge hat. Der Kopf ist nicht mehr frei, das Denken wird verengt. 
Stressbedingte Fehlzeiten beliefen sich in Deutschland 2009 auf 262 Milliarden Euro. In der Schweiz belaufen sich die stressbedingten Kosten 4 Milliarden Franken (SECO 2011).
Nachhaltiger und auch profitabler in Bezug auf Produktivität und finanziellem Gewinn ist es deshalb, das Unternehmen langfristig auf einem tragfähigen Energie-niveau zu halten.
Nur wenn die Mitarbeitenden und die Organisation gesund sind, können Wertschöpfung und Profitabilität wachsen.
Gesundheit ist ein strategischer Wirtschaftsfaktor. 
Das reine Effizienzdenken führt in den Blues, zuerst bei den Mitarbeitenden, dann bei den Teams und erfasst am Schluss das ganze Unternehmen. 
Ein Business-Coaching kann das Management bei einer Gefährdung zum Organizational Burn-out unterstützen um aus der Beschleunigungsfalle herauszukommen.
Empfehlung von Business Doctors: www.Business-doctors.at 
Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist über 



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Dem Burnout-Syndrom vorbeugen - Burnout, Depressionen, Erschöpfung, Psyche, Stressabbau - Artikel Magazin

Mercedes-Benz startete Pilotprojekt

Zu dem Erfahrungsaustausch war auch ein Vertreter von Mercedes-Benz erschienen, der über das im vergangenen Jahr gestartete Pilotprojekt berichtete, bei dem die Zufriedenheit der Mitarbeiter gesteigert und die Psyche stabilisiert werden sollte. 
Man setzte sich das Ziel den beschäftigten Menschen des Unternehmens durch das Einrichten einer Sozialberatung  in schwierigen Lebenskrisen Hilfe zu leisten. Anlass für das Pilotprojekt war die Zunahme von Ausfällen aufgrund psychischer Erkrankungen. 
Immer mehr Menschen leiden unter Depressionen, chronischer Überforderung und in letzter Konsequenz am Burnout-Syndrom. 
Um die Gefahr dafür einzudämmen, arbeitete man eng mit einer Darmstädter Klinik zusammen und startete das Sozialberatungsprogramm, das sehr gut von den Beschäftigten aufgenommen wurde und dazu beiträgt, offen über Burnout zu sprechen.

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Schafft die Arbeit ab ..................... Shareholdervalue ist das falsche Evangelium


 Firma: Business Doctors - Stress & Burnoutprävention
Franz Karl Daublebsky, Business Doctors. 

Der beängstigende Anstieg der psychosozialen Erkrankungen, gepaart mit zunehmender Demotivation, inneren Kündigungen, dem Wunsch den Arbeitsplatz zu wechseln und den damit einhergehend dramatisch wachsenden Kosten für die Unternehmungen und die Volkswirtschaft, wirft die Frage auf, wie zeitgemäß sind unsere Arbeitswelten? 
Werden wir mit fremdgesteuert, demotivierten Mitarbeitern im täglich härter werdend globalen Wettbewerb weiterbestehen, oder müssen wir unsere Konzepte überdenken?

Solange wir ferngesteuert, ohne die Möglichkeiten der Eigenentscheidung ,belastet durch geringe Wertschätzung und erhöhten Stress, sowie Angst um den Arbeitsplatz arbeiten, werden die psychosozialen Krankheiten weitersteigen und die Kosten für die Wirtschaft und die Gesundheitssysteme explodieren. Warum schaffen wir, wenn das so ist die Arbeit nicht endlich ab?

Arbeit hat seit dem Paradies ein schlechtes Image

Arbeit ist seit der Vertreibung aus dem Paradies -,,im Schweiße Deines Angesichts sollst Du Dein täglich Brot verdienen ,, - negativ besetzt und hat ein negatives Image. Warum sollen wir uns mit etwas quälen, was absolut unangenehm ist, selten ein gutes Image hat , weh tun muss da es sonst nicht gottgefällig ist und darüber hinaus ,angesichts der Krise von Tag zu Tag schlechter bezahlt wird und absolut keinen Spaß mehr macht. Wenn in Deutschland, laut einer neuesten Untersuchung 89% aller unselbstständig Beschäftigten ihren Job wechseln wollen und innerlich gekündigt haben, ist dies doch der schlagende Beweis dafür, dass wir die Arbeit im Sinne zufriedener und motivierter Bürger abschaffen sollten.

Die Angst geht um

Zum Einen ist es die Angst vor der Arbeit ,, ich schaffe das nicht" zum Anderen ist es die Angst um die Arbeit ,,wenn ich das nicht schaffe, verliere ich meinen Job, meinen sozialen Status und bin nichts mehr wert"

Der Stress wird zum täglichen Begleiter

Aus einer gesunden Herausforderung, einem sogenannten Eu-Stress , gesteckte Ziele zu erreichen, ist Di-Stress geworden. Mangelnde Wertschätzung, geringer werdende soziale Kontakte am Arbeitsplatz, Mobbing und Überbürokratisierung lassen das Selbstwertgefühl in sich zusammenbrechen. Eine für alle Beteiligten unangenehme und auch sehr kostspielige Negativspirale setzt sich in Gang.

Leistungseinbußen durch Stress

Basierend auf den 12 berufsgruppenspezifischen Stress und Burnoutstudien der Business Doctors ,sowie den aktuellen Zahlen des Patientenberichtes ,wie auch der Studie des HWWI Hamburgschen Weltwirtschaftsinstitutes , wie auch der Warnung von Standard & Poors an die führenden Industrienationen vor einer Herabstufung: ,,wenn diesenicht ausreichende Gesundheitsprävention machen, werden sie weiter heruntergestuft,, erscheinen die folgenden Zahlen in einemneuen und außerordentlich dramatischen Licht.
- Zunahme von Psychischen Erkrankungen 2010 19,8%

- Leistungseinbußen durch Stress in Deutschland 2010 364 Milliarden EUR,
das sind 16 % des deutschen BIP
.

- Zunahme der Krankenstandstage bei psychischen Erkrankungen auf bereits 40 Tage / Jahr.
Der Durchschnitt in Österreich beträgt 12 Tage, etc.



Shareholdervalue ist das falsche Evangelium 

Unser Weg muss vom Tanz um das Goldene Kalb wieder auf eine realwirtschaftliche Ebene gebracht werden. Die heute wirklich wertvollste Aktie jedes Betriebes ist der gut ausgebildete und möglichst selbstständig arbeitende Mitarbeiter.

Aufgabe statt Arbeit

Schaffen wir doch endlich diese absolut negativ besetzte Arbeit ab und ersetzen diese durch Aufgaben. Lassen wir in unsere Arbeitswelten eine neue Vision und eine neue Hygiene der Arbeitsmodelle einkehren, dann werden sich viele der oben angesprochenen Probleme schnell und nahezu ohne aufwendige Interventionen lösen lassen. Neues Denken schafft neue Chancen.

Informationen:
Informationen zu den Studien, Zahlen Daten und Fakten sind kostenlos unter:
www.business-doctors.at abrufbar.


Den Orginaltext der News finden Sie unter:
www.prseiten.de/pressefach/business-doctors/news/35.




Über Business Doctors - Stress & Burnoutprävention : 

Die Business Doctors sind Vordenker und Wegbereiter in den Bereichen Marketing, Social- und Gesundheits-Marketing mit den Spezialthemen,, Stress und Burnout- Prävention , sowiePrävention als Wirtschaftsfaktor.
Die Business Doctors haben die größte berufsgruppenspezifische Burnoutstudie in 12 Berufsgruppenstudien durchgeführt. 

Aufbauend auf den Ergebnissen der Studien wurden Zielgruppenadäquate Maßnahmenpackete zur Stress und Burnoutprävention entwickelt. So haben die Business Doctors, sowohl für Firmen als auch für den Enduser eine App mit kostenlosem Selbst und Firmentest entwickelt. 
Der Stress - Benchmarkrechner gilt als das derzeit innovativste Produkt mit einer extrem hohen Usibillity, kann er doch jedem Unternehmer seine Einsparungspotentiale, die sich durch Stress und Burnoutprävention ergeben punktgenau ausrechnen. 
Der Innovationspreis des deutschen Mittelstandes ,sowie der "golden Award for modern Sciences" belohnte die wertvolle Arbeit der Business Doctors. 
Pressekontakt:
Franz Karl Daublebsky


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Schwere Depressionen erhöhen Herzinfarktrisiko

WELT ONLINE

GESUNDHEIT



Der Gesundheitsreport 2012 der DAK geht auch dem Zusammenhang von Herzinfarkt, 
Job-Situation und psychischen Belastungsfaktoren nach. 

In Hamburg stehen psychische Erkrankungen auf Platz drei der häufigsten Gründe für Fehlzeiten. DAK-Studie verweist auch auf den Zuammenhang zwischen mangelnder Anerkennung im Job und Herzrisiko. 


Der Krankenstand in Hamburg ist im vergangenen Jahr leicht auf 3,3 Prozent gestiegen. Im Vorjahr hatte die Erkrankungsrate bei 3,2 Prozent gelegen. Das belegt der aktuelle Gesundheitsreport 2012 der DAK. Laut Statistik fehlte ein DAK-Versicherter 2011 in Hamburg durchschnittlich zwölf Tage. Der Krankenstand in der Hansestadt liegt unter dem Bundesniveau von 3,6 Prozent. 



Häufigste Ursache für Krankschreibungen waren Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (18,5 Prozent aller Krankheitstage). An zweiter Stelle standen Krankheiten der Atemwege (17,7 Prozent), an dritter mit 17,2 Prozent die psychischen Erkrankungen. Gerade das ist auch ein Problem für die Kassen.
Regina Schulz, Landeschefin der DAK-Gesundheit in Hamburg, sagte: "Mit durchschnittlich 32 Tagen dauert eine Krankmeldung aufgrund von psychischen Leiden lange. Husten und Schnupfen kommen zwar im Gegensatz zu Depressionen häufiger vor, sie sind aber nach zwei bis drei Tagen meist vorbei."
Untersucht wurden die Krankschreibungen von rund 72.000 erwerbstätigen DAK-Mitgliedern in Hamburg. Das Berliner Forschungsinstitut IGES hat den Gesundheitsreport erstellt.

Mangelnde Belohnung im Job erhöht Herzinfarktrisiko

Im Zentrum des Berichts steht das Thema Herzinfarkt und Arbeitswelt. Und das mit gutem Grund. Zwar gingen als Folge von Gesundheitsprogrammen und besseren Therapien in den vergangenen 30 Jahren in den Industrieländern die Todesfälle nach Infarkten zurück, die Zahl der Krankenhausaufenthalte bei Arbeitnehmern dagegen nicht.
Ziel der Analyse zur Herzinfarktgefährdung am Arbeitsplatz und im sozialen Umfeld war die Frage nach Risikofaktoren. Bekannt ist, dass schwere Depressionen das Herzinfarktrisiko um 60 bis 100 Prozent erhöhen. Der Gesundheitsreport 2012 geht darüber hinaus dem Zusammenhang von Herzinfarkt, Job-Situation und psychischen Belastungsfaktoren nach.
Eine repräsentative Umfrage unter 3000 Berufstätigen ergab: Das Ungleichgewicht von Anstrengung und Belohnung im Job verdoppelt das Herzrisiko. Jeder zehnte der Befragten leidet unter einer "beruflichen Gratifikationskrise".
Dabei spielen das Gehalt, die erfahrene Anerkennung, Arbeitsplatzsicherheit und Karrierechancen eine Rolle. Bei einer Gratifikationskrise verdoppelt sich das Herzinfarktrisiko. Auffällig ist, dass Facharbeiter mit 11,2 Prozent stark betroffen sind, Freiberufler dagegen nur mit 3,9 Prozent.

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Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) zum Thema Burnout

07.03.2012
Burnout und Depression sind nicht das Gleiche
Nicht jede psychische Krise ist auch ein Burnout. Nicht jeder Burnout hängt mit dem Arbeitsplatz zusammen. Und das Gesundheitssystem allein kann dem Phänomen Burnout nicht entgegenwirken:
Mediziner warnen vor dem unkritischen Benutzen des Begriffs Burnout. Um die Burnout-Diskussion zu versachlichen, haben sie ein Positionspapier vorgelegt.
Die Autoren des Papiers begrüßen die breite öffentliche Diskussion um den Burnout:
Das gesellschaftliche Stigma, das auf psychischen Erkrankungen liege, werde dadurch reduziert. Gleichzeitig erkennen sie aber "erhebliche Verwirrrungen und potenzielle Fehlentwicklungen" in der öffentlichen Diskussion. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) will mit dem Positionspapier zum Thema Burnout auch "Unzulänglichkeiten und Unsicherheiten" im Umgang mit dem Burnout-Phänomen klären.
Die DGPPN macht deutlich:
Ein Burnout ist keine medizinische Diagnose nach dem internationalen Klassifikationssystem. Ein falsches Signal sehen die Autoren darin, dass in der Öffentlichkeit der Begriff Burnout "mit einer Erkrankung der Leistungsträger" gleichgesetzt und der Begriff Depression mit einer Erkrankung der Schwachen verknüpft werde. Diese Bewertung treffe nicht zu und bringe die Gefahr einer neuen Stigmatisierung depressiv erkrankter Menschen mit sich. Zudem drohe eine gefährliche Unter- und Fehlversorgung der Betroffenen, wenn das Krankheitsbild Depression mit Burnout gleichgestellt wird.
Ein breites Spektrum von Erkrankungen könne Burnout-ähnliche Beschwerden hervorrufen. In diesen Fällen verursache dann nicht die Arbeitsbelastung das Erleben eines Burnouts.
Die DGPPN fordert Forschung rund um das Thema psychische Krankheit und Arbeitsplatz. Denn in Deutschland bezögen erst wenige Betriebe die psychischen Stressoren in die Gefährdungsbeurteilung mit ein. Zwar bestehe eine EU-Sozialpartner-Vereinbarung über psychosozialen Stress am Arbeitsplatz, doch gebe es hierzulande keine entsprechende Gesetzgebung. Psychosoziale Risiken in der Arbeitswelt sollten nach Meinung der DGPPN höher eingeschätzt werden.
Nach den vorläufigen Erkenntnissen lautet ein Fazit der Fachgesellschaft:

"Die Burnout-Prävention ist nicht primär Aufgabe des medizinischen Versorgungssystems, sondern der Sozialpartner, Politiker, Krankenkassen und Betriebsärzte".


Auch sei jeder einzelne Arbeitnehmer gefordert, 
seinen Stressoren und Belastungen entgegenzuwirken.
Das Positionspapier "Burnout" finden Sie zum Download auf den Seiten der DGPPN.
Dieser Beitrag wurde erstellt von Beate Henes-Karnahl.





I ANLASS FÜR DAS POSITIONSPAPIER


Seit mehreren Monaten wird das Thema Burnout intensiv und mit hoher
Dynamik in der Öffentlichkeit diskutiert. Es wurde als Titelthema in vielen
Zeitschriften aufgegriffen und in öffentlichen Diskussionsrunden
thematisiert. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie
und Nervenheilkunde (DGPPN) begrüßt diese Entwicklung nachdrücklich,
da mit ihr das noch immer auf psychischen Erkrankungen liegende
gesellschaftliche Stigma reduziert wird. Ermutigt durch Prominente, wie
z.B. Miriam Meckel, Ralf Rangnick oder Tim Mälzer, die öffentlich über ihre
psychischen Krisen berichten, fällt es Betroffenen erkennbar leichter, ohne
Scham über ihre eigenen psychischen Probleme und Erkrankungen zu
reden.


Die DGPPN sieht jedoch gleichzeitig in der jetzigen Burnout-Diskussion
erhebliche Verwirrungen und potenzielle Fehlentwicklungen. Die
Spannweite der Diskussion reicht von der völligen Negierung der Relevanz
des Burnouts als psychische Erkrankung bis hin zur Warnung vor einer
tickenden, bisher übersehenen Zeitbombe. So bedürfen nicht zuletzt
folgende weitverbreitete Sichtweisen einer fachlichen Kommentierung:


Gleichstellung von Burnout mit jeglicher Form einer psychischen
Krise und Erkrankung im zeitlichen Zusammenhang mit einer
Arbeitsbelastung
Damit bleibt das international geltende Klassifikationssystem
Psychischer Erkrankungen (ICD-10, F-Gruppe) der
Weltgesundheitsorganisation unbeachtet, dass eine solche
undifferenzierte Betrachtungsweise nicht zulässt.


Gebrauch des Begriffs Burnout ersatzweise für Depressionen von
arbeitenden Menschen
Bei der Berichterstattung in den Medien wird zum Teil eine Krankheits-
Definition gefördert, die den Begriff Burnout mit einer Erkrankung der
Leistungsträger und der „Starken“ gleichsetzt, den Begriff Depression
dagegen mit einer Erkrankung der (anlagebedingt) „Schwachen“
verknüpft. Diese Bewertung trifft nicht zu und bringt zudem die Gefahr
einer neuen Stigmatisierung depressiv erkrankter Menschen mit sich.



Burnout als primäres Problem des Gesundheitssystems
Vom Gesundheitssystem wird erwartet, Burnout-Beschwerden und seine
gesamtgesellschaftlichen Folgen, wie den Anstieg durch psychische Störungen bedingter
Krankschreibungen und Frühberentungen, vorzubeugen und zu beheben. Diesbezüglich sehen
wir jedoch primär Sozialpartner und Politik in der Pflicht, der postulierten Überforderung einer
steigenden Zahl von Berufstätigen mit negativen Konsequenzen für ihre psychische Gesundheit
entgegenzuwirken.


Die DGPPN möchte mit diesem Positionspapier zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen
und helfen, bestehende Unzulänglichkeiten und Unsicherheiten zu klären. Diese beziehen sich auf
den Umgang mit dem Burnout-Phänomen im Gesundheitssystem, der Arbeitswelt und der
Gesellschaft.


Im Folgenden wird auf dem Boden bisheriger empirisch-wissenschaftlicher Erkenntnisse eine
differenzierte Definition von Burnout-Zuständen, darauf aufbauende Angaben zu Häufigkeit und
Risiken sowie Vorschläge zu Prävention, Therapie und Rehabilitation dargestellt.




II DEFINITION VON BURNOUT-ZUSTÄNDEN  .................. LESEN SIE NOCH (Click)




 Empfehlung von Business Doctors: www.Business-doctors.at 




Deutsch: 
Buch link, "Don't Panic: Du bist nicht allein" 






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Dienstag, 20. März 2012

Stress und Burn-out – was ist unser eigener Anteil?

Veröffentlicht am  von FCT Akademie

Im Harvard Business Manager vom März 2012 habe ich einen interessanten Artikel zum Thema „Selbst gemachter Burn-Out“ entdeckt. Prof. Martin-Niels Däfler, Professor für Marketing und Kommunikation an der FOM Hochschule für Ökonomie & Management hat in einer nicht repräsentativen Untersuchung festgestellt, dass im Schnitt 51 Prozent der Arbeitszeit verschwendet werden. 
Er listet dabei folgende Verschwender auf:
Schlechte Selbstorganisation und Unkonzentriertheit                     19%
Aufklärung von Missverständnissen inklusive der                           14 %
Beseitigung der darauf resultierenden Fehler und
Versäumnisse
Austragen und Lösen von Konflikten mit Kollegen,                         12 %
Vorgesetzten, Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten
und Beseitigung deren Folgen
Andere Gründe                                                                                6 %
Diese Aussagen betreffen sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter durch alle Altersklassen und weitgehend unabhängig vom Geschlecht.
Das Ergebnis deckt sich mit unseren subjektiven Erfahrungen in unseren Seminaren zum Zeit- und Selbstmanagement sowie zur Arbeitsorganisation. Stress und als schlimme Folge Burn-out sind zu einem nicht unerheblichen Teil selbstgemacht. Aus den oben genannten Gründen stehen einem für die produktive Arbeit nur etwa 50% der Arbeitszeit zur Verfügung.
Natürlich ist eine 100%ige Produktivität nicht zu erreichen und auch nicht anzustreben. Wenn man aber die oben beschriebenen Zeitdiebe reduzieren kann und so mehr Zeit für die eigentlichen Aufgaben hat, entschleunigt dies den Arbeitstag spürbar.
Ebenso selbstverständlich ist es, dass es andere Einflussfaktoren gibt, die Stress bedeuten, wie z.B. eine die Führungskraft oder der Leistungsdruck. Doch wenn man seinen eigenen Stress verringern will, sollte man zuerst bei sich selbst beginnen. Dabei geht es nicht nur darum, die reinen Lehren des Zeitmanagements anzuwenden. Es geht vielmehr darum, über sich selbst nachzudenken, seine Arbeitsweise und seine Art zu kommunizieren zu hinterfragen und so aktiven Stressabbau zu betreiben. Selbstverantwortung und Selbstbestimmtheit lautet die Devise.
Lernende Grüße aus dem Kraichgau



Empfehlung von Business Doctors: www.Business-doctors.at 


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