Freitag, 21. Februar 2014

Auf Selbsterforschung: Meditieren für die Wissenschaft

Um Stress abzubauen und innere Kraft zu schöpfen, setzen sich immer mehr Menschen hin und meditieren. Aber wie funktioniert die Entspannung genau - und lässt sie sich am Gehirn ablesen? 
Das wird nun genauer untersucht: 
Probanden meditieren in der Röhre.

Meditation wirkt, berichten viele Meditierende. 
Aber wie genau? 
Das wollen Forscher genauer wissen - 
sie messen Hirnströme und schieben Probanden in die MRT-Röhre.
Richard Gere tut es mit Hingabe. Topmodel Christy Turlington ebenso. Und auch in Deutschland sind es längst nicht nur vom Burnout bedrohte Manager, die Meditation für sich entdecken, um Stress abzubauen, zu mehr Gelassenheit und innerer Ruhe zu gelangen.
 
Ein neuer Trend nach Joggen und Pilates? 
Mehr als das, sagt die Hirnforscherin Prof. Tania Singer. Die Direktorin des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig arbeitet seit Jahren daran, die günstigen Auswirkungen von Meditation auf das menschliche Gehirn nachzuweisen - mittels harter Wissenschaft und Hirn-Scans. Derzeit läuft dazu eine weitere große Studie in Berlin und Leipzig.

Das US-Wissenschaftsjournal „Science“ widmete ihren Arbeiten jüngst eine große Story. 
Denn Singer bewegt sich in einer Grauzone, die lange auch von Kollegen skeptisch beäugt wurde. 
Soziale Neurowissenschaft heißt das junge Fachgebiet, in dem sich weltweit erst wenige Experten tummeln. 
Grundlagen der Meditationsforschung legten dazu neben US-Pionierin und Harvard-Psychologin Sara Lazar unter anderem auch das Team um den Psychologen Ulrich Ott vom renommierten Bender Institute of Neuroimaging (BION) der Justus-Liebig-Universität Gießen.


Meditation wirkt, wie viele Meditierende berichten.
Aber wie und wo genau? 

Das wollen die Forscher wissen, messen Hirnströme, schieben Probanden in die MRT-Röhre. Denn viele frühere Studien kranken daran, dass sie wissenschaftlich kaum belastbar sind - meist, weil Kontrollgruppen fehlten. Ernüchternd waren dann 2007 auch die Ergebnisse einer großen US-Metaanalyse, die in den über 800 ausgewerteten Meditations-Studien kaum Aussagekräftiges fand.

Doch neuere Untersuchungen versuchen solche methodischen Schwachpunkte zu vermeiden. Forscher aus Gießen und Harvard etwa untersuchten erstmals die Auswirkungen eines bewährten Achtsamkeits-basierten Meditationsverfahrens namens MBSR (Mindfulness-Based-Stress-Reduction) mittels Hirn-Scan
Während die Teilnehmer nach acht Wochen MBSR-Praxis berichteten, besser mit Stress umgehen zu können, zeigten sich auch deutliche Veränderungen in der Hirnstruktur: 
Weniger Dichte der grauen Substanz an der Amygdala, die für die Verarbeitung von Stress und Angst wichtig ist, mehr Dichte dafür im Hippocampus und Regionen, die für Selbstwahrnehmung und Mitgefühl zuständig sind.

„Aber“, so betont Ott, „die Effekte verschwinden wieder, wenn man mit dem Meditieren nicht weiter macht.“ Neueste Stoßrichtung ist in Gießen nun die Suche nach handfesten Belegen für erste Hinweise, dass Meditation das Altern des Gehirns verlangsamt. 
„Das könnte auch bei der Vorbeugung von demenziellen Abbauprozessen eine Rolle spielen.“


Tania Singer möchte nachweisen, dass bestimmte, für das Mitgefühl verantwortliche Hirnareale durch Meditation gezielt trainiert und vergrößert werden können. 

Im ReSource-Projekt meditieren 160 Probanden neun Monate lang mindestens sechs Tage pro Woche, teils unter Anleitung, teils allein. Nach dreimonatiger „Grundausbildung“ erlernt eine Gruppe spezielle Mitgefühls-Meditationen, eine andere ein Verfahren zur Gedankenbeobachtung. Außerdem müssen die Probanden regelmäßig in speziellen Computerspielen ihre Emotionen zeigen, auch Mitgefühl und Hilfsbereitschaft. 
Für die letzte Welle der Erhebungen werden noch Teilnehmer gesucht.

Was Singer danach in den Auswertungen von Hirnscans und Stressparametern im Blut zu finden hofft? 
„Die Signatur des Mitgefühls“, lautet ihre Antwort. 
Dabei definiert sie Mitgefühl nicht als bloße Empathie, das Mitschwingen mit den Gefühlen anderer, sondern als grundlegendes Wohlwollen anderen gegenüber - auch außerhalb von Familie und Freundeskreis.


Religion möchten die Forscher dabei bewusst außen vor lassen.

 „Mitgefühl ermöglicht uns Kooperation, menschliches Miteinander und die Sorge für das Ganze“, sagte Singer in einem Interview. „Das ist überhaupt nicht spirituell oder religiös.“ 
Vielmehr sei es ein biologisch verankertes, zum Überleben wichtiges Motivationssystem - und keineswegs nur eine „nasse Nudel“
Auch für Ulrich Ott, Autor des Bestsellers „Meditation für Skeptiker“, (Amazon-klick hier) funktioniert Meditation grundsätzlich auch ohne Spiritualität. „Aber viele, die sie länger betreiben, dringen dann doch zu tieferen Fragen vor“, stellte er fest.


Singer zumindest glaubt an den Mehrwert durch Mitgefühl: 
Sie ist Mitherausgeberin eines multimediales eBooks, das verschiedenste Ansätze des Mitgefühl-Trainings auf wissenschaftliche Weise versammelt - unterstützt vom Künstler Olafur Eliasson und zum kostenlosen Download (Klick hier) für jedermann.

Original Artikel Link: FOCUS ONLINE de

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Burnout: „Meist auch private Gründe“

Ein Burn-out ist dramatisch für die Betroffenen und teuer für Staat und Wirtschaft. Eine stärkere Verpflichtung zur Prävention wird von Firmen aber abgelehnt.

Wien. 
BMW drosselt das Tempo: 

Der deutsche Autobauer will seinen Mitarbeitern mehr Erholung verschaffen. Wer im Privatleben dienstlich telefoniert oder sonstige „Mobilarbeit“ verrichtet, darf das in sein Arbeitszeitkonto eintragen und später als Zeitausgleich nehmen. Damit will der Konzern Burn-outs als Folge ständiger Erreichbarkeit verhindern.

Das ist verständlich, nicht nur aus Gründen des Mitgefühls mit den potenziellen Patienten. Mitarbeiter im Burn-out sind für ihre Arbeitgeber teuer, weil sie oft lange ausfallen. 
Laut einer Studie des Linzer Universitätsprofessors Friedrich Schneider beträgt der volkswirtschaftliche Schaden durch psychische Erkrankungen in Österreich bereits sieben Milliarden Euro im Jahr. Ohne Gegenmaßnahmen, so Schneider, werde die Summe in wenigen Jahren auf zehn Milliarden Euro steigen. 

Der Schlüssel zur Eindämmung der Kosten sei eine rasche Diagnose: 
Bei Früherkennung koste ein Fall 1500 bis 2300 Euro. 
Wird die Diagnose spät gestellt, steigen die Kosten auf bis zu 130.000 Euro
Psychische Krankheiten seien „ein negativer Wirtschaftsfaktor“ geworden.


Um Burn-outs vorzubeugen, trat im Vorjahr eine Novelle zum Arbeitnehmerschutzgesetz in Kraft. 
Sie verpflichtet Firmen, psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu evaluieren. 
Unter Hinzuziehung von Experten sollen Arbeitsabläufe, -anforderungen und -organisation untersucht und bei Bedarf verändert werden. 
Die Arbeitnehmerseite ist zufrieden: „Wir sehen, dass es für Arbeitgeber und -nehmer eine Win-win-Situation ist“, sagt Johanna Klösch, Arbeitspsychologin bei der Arbeiterkammer (AK).

Nicht nur die Arbeit sei schuld

Laut der österreichischen Ärztekammer litten im Vorjahr rund 500.000 Österreicher unter dem Burnout-Syndrom, weitere 1,1 Millionen waren gefährdet.


Und für die AK ist klar: 
Dass immer mehr Menschen ausbrennen, liegt vor allem am zunehmenden Stress in der Arbeit. „Burn-out ist das Ergebnis anhaltenden Drucks am Arbeitsplatz“, so Klösch. Lärm, Arbeitsklima, Platzverhältnisse, fehlende Wertschätzung, aber „auch permanenter Freundlichkeitsdruck kann eine Belastung sein“, sagt Klösch.

Dass die Schuld für die zunehmenden Burn-outs ausschließlich im Berufsleben gesucht wird, sorgt bei den Arbeitgebern zunehmend für Unmut. „Als Arbeitgeber zieht man grundsätzlich den Kürzeren“, sagt Katharina Körber-Risak, Arbeitsrechtsexpertin in der Kanzlei Kunz Schima Wallentin. Die Diagnose Burn-out werde relativ schnell gestellt und sei „eigentlich nicht überprüfbar“
Die Schuld werde in der Regel dem Arbeitsumfeld gegeben, ob das Burn-out auch private Gründe habe, werde oft nicht berücksichtigt. „Die Frage ist schon, ob das immer nur jobbedingt ist“, sagt Körber-Risak.

So sieht das auch die Wirtschaftskammer (WKO). 
Der Druck auf die Unternehmen, noch mehr gegen psychische Belastungen und Burn-outs zu tun, steige, „weil die Behauptung im Raum ist, dass diese im Betrieb entstehen. Das ist falsch. Die Gründe liegen meistens auch in der privaten Sphäre“, sagt Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Sozialpolitik in der WKO.



Trotzdem entstehen für den Arbeitgeber Kosten für lange Krankenstände, während der wochen- oder monatelang das Gehalt weiter bezahlt wird. Kündigungen, so Körber-Risak, resultierten oft in Klagen. Auch wenn sie während des Krankenstandes nicht verboten sind. Im Krankenstand dürften die Dienstnehmer „alles, nur nicht arbeiten“, so Körber-Risak. „Viele Arbeitgeber fühlen sich wirklich gepflanzt.“ Tatsächlich können Freizeitbeschäftigungen wie Thermenbesuche oder Spaziergänge Teil der Therapie sein. Experten raten Arbeitnehmern, in so einem Fall ihren Chef zu informieren, um Missverständnissen und im schlimmsten Fall einer Entlassung vorzubeugen.

Gesetz „größter Aufreger“

2013 wurde laut Angaben des Arbeitsinspektorats in 3580 Betrieben kontrolliert, ob die Arbeitsbedingungen psychische Belastungen begünstigen. 
Das neue Gesetz sei „in den letzten Monaten einer der größten Aufreger in den Betrieben“ gewesen, sagt Gleitsmann. Zur Evaluierung gehören auch Fragebögen, „die waren so komplex, dass die Betriebe überfordert waren“.


Die AK forderte ursprünglich, dass verpflichtend Arbeitspsychologen eingesetzt werden. Das habe man abwehren können, so Gleitsmann. 

Für weitere Auflagen gebe es in den Betrieben auch kein Verständnis:
 „Es ist ausgereizt.“

Der Kampf gegen das Burnout steht unterdessen erst am Anfang. 

Elsbeth Huber, Leiterin der Abteilung Arbeitsmedizin im Arbeitsinspektorat, sagt: 
„Es gibt mehr Klarheit als vor ein paar Jahren, aber noch lange kein Ende.“



Original Artikel Link: Jeannine Hierländer (Die Presse)

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Mittwoch, 19. Februar 2014

DU BIST EINZIGARTIG: „REDUCE YOURSELF TO YOUR MAXIMUM"

Du bist einzigartig und hast eine ganz bestimmte Begabung.
Das was dir Freude macht, was deine Leidenschaft anfacht, wartet ein Leben lang auf dich.


Du kannst niemals zu spät kommen oder die einzige Chance verpassen.
Die nächste ist schon auf dem Weg zu dir.


Du bist mutig genug, zu tun was du tun willst.
Du bist mutig genug frei zu sein.

Du bist frei genug zu wissen:
dass es völlig egal ist was andere über dich denken, weil es niemals dein Plan war es allen recht zu machen, sondern Risiken einzugehen, Träume zu leben, im richtigen Moment Entscheidungen zu treffen, so oft wie möglich zu lieben, Grenzen zu sprengen und Menschen zu helfen, weil es dich erfüllt.


Du brauchst auch rein gar nichts zu tun oder zu haben um wertvoll zu sein.
Nur weil du DU bist, ist alles erfüllt was es zu erfüllen gibt.


Es gibt keine Plusliste die wir am Ende des Lebens abgehackt haben müssen, um in den Himmel zu kommen.
Es gibt eine Plusliste fürs Leben.

Der eigenen Seelen-Drive Inn lässt Dich wachsen und mit jedem Schritt kommst du deinem ganz 
persönlichen Ziel näher.



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Montag, 17. Februar 2014

Deutschland, Steigende Gesundheitskosten!! : SPD will Arbeitnehmer stärker entlasten

Erst der Streit beim Rentenpaket, nun droht erneut Ärger in der Koalition. 
Denn laut Koalitionsvertrag werden Arbeitnehmer in Zukunft stärker für steigende Gesundheitskosten in der gesetzlichen Krankenversicherung zur Kasse gebeten. 
Arbeitgeber haben dagegen nichts zu befürchten. An dieser Regelung will die SPD nun aber rütteln.
Krankenversicherung kann für Arbeitnehmer deutlich teurer werden
Schon wieder Ärger in der schwarz-roten Koalition. 
Obwohl der Koalitionsvertrag erst wenige Wochen alt ist, gibt es schon wieder Streit über die Umsetzung eine der festgeschriebenen Vereinbarungen. 
Diesmal geht es um die Zusammensetzung des Krankenkassenbeitrags für Arbeitnehmer. Dieser beträgt derzeit 15,5 Prozent des Gehalts. Arbeitnehmer zahlen dabei 8,2 Prozent, für den Rest kommt der Arbeitgeber auf. Der Arbeitgeberanteil soll nun laut Koalitionsvertrag bei 7,3 Prozent eingefroren werden. Dies entspricht zwar der derzeitigen Höhe. Das bedeutet im Gegenzug aber auch, dass die steigenden Gesundheitskosten von den Arbeitnehmern zukünftig in Form von Zusatzbeiträgen allein getragen werden müssen.

Trotz Koalitionsvertrag: SPD sieht Arbeitgeber mit in der Verantwortung

Obwohl die SPD diese Regelung im Koalitionsvertrag mit verabschiedet hat, regt sich nun Widerstand. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat zu der neuen Regelung noch keinen Referentenentwurf vorgelegt. 
Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU)
Dennoch äußert sich die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Hilde Mattheis, in der Frankfurter Rundschau bereits gegen eine Festsetzung des Anteils für Arbeitgeber . Demnach müsse man einen Weg finden, der „ein zu starkes Auseinanderdriften der Anteile von Arbeitgebern und Arbeitnehmern verhindere.“

Arbeitnehmer werden bei Krankenversicherung künftig stärker belastet


Union und Sozialdemokraten hatten sich ursprünglich darauf geeinigt, dass der Arbeitgeberanteil frühestens 2017 angepasst werden kann. Die CDU will damit den steigenden Lohnkosten für Arbeitgeber entgegenwirken. Es ist daher fraglich, ob die Union sich auf eine Aufweichung der Vereinbarung einlassen wird. 

Für Arbeitnehmer bedeutet dies:

 Explodieren die Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung, so erhalten sie keine Hilfe vom Arbeitgeber. Bereits jetzt müssen Arbeitnehmer 0,9 Prozent mehr an die Krankenversicherung abführen. Bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von 3.000 Euro zahlt ein Arbeitnehmer also 27 Euro mehr für die gesetzliche Krankenversicherung als der Arbeitgeber aufwendet.


Koalitionsvertrag: Pauschaler Zusatzbeitrag wird abgeschafft

In den letzten Tagen hat es bereits einige Verwirrung um eine weitere Neuregelung bei der gesetzlichen Krankenversicherung gegeben. So soll nicht nur der Arbeitgeberanteil festgesetzt werden. 


Während die Krankenkassen bei finanziellen Schwierigkeiten bisher nur einen pauschalen Zusatzbeitrag erheben konnten, wird dieser ab 2015 Einkommens abhängig erhoben. 
Dadurch sollen Menschen mit geringen oder mittleren Einkommen nicht mehr unverhältnismäßig stark durch einen Zusatzbeitrag belastet werden. 

Das Bundesversicherungsamt rechnet bei dieser Regelung für das Jahr 2017 mit einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,6 Prozent. 
Bei finanzschwachen Krankenkassen kann der Zusatzbeitrag jedoch deutlich höher ausfallen.


Original artikel link: FINANZEN de

Juliane Wellisch
Redaktion

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Samstag, 15. Februar 2014

Stressprävention: Finger weg von Aufputschmitteln

Wer sich im Beruf dauerhaft unter Druck gesetzt fühlt, greift oft zu Aufputschmitteln, die dem Körper suggerieren er könne immer weiter arbeiten. Experts, Christoph M. Bamberger und Kerstin Hof warnen davor. 
Der Punkt, an dem man eigentlich eine Pause machen sollte, werde durch die Einnahme solcher Mittel meist überschritten.

„Stimulanzien bringen die innere Stimme des Körpers zum Schweigen und führt dadurch den Körper jenseits seiner Grenze“, meint auch Christoph M. Bamberger. 


Welche Folgen das haben kann, beweist der Fall des walisischen Studenten vom November 2013. Er soll sich in den Tagen vor seinem Tod künstlich mit Koffeintabletten wach gehalten haben. 
„Das ist nicht natürlich“, meint Kerstin Hof. „Wir können nicht dauerhaft auf Hochtouren laufen, sondern brauchen auch Beruhigungspausen.“

Besonders gefährdet sind vor allem junge Leute und Berufsanfänger, die das Gefühl haben, sich in der Firma erst noch beweisen zu müssen.

Die Meinung, wer erst nach dem Chef erst nach Hause geht, zeige Motivation und Arbeitswilligkeit, hält sich hartnäckig, ist aber gefährlich. 
„Man darf die eigenen Arbeitsgrenzen und Prioritäten nicht vergessen und muss stattdessen auch mal Grenzen setzen“, erklärt Kerstin Hof.

Work-Life-Balance lautet hier das Zauberwort. 

Was abgedroschen klingt und dennoch immer wieder gepredigt wird, sei ein wichtiger Faktor um sich dauerhaft gesund zu halten, so Kerstin Hof. "Work-Life-Balance beschreibt die Ausgeglichenheit zwischen der Arbeit und dem, was das Leben sonst noch bietet. Das ist allerdings kein statischer Begriff, es gibt kein Geheimrezept, wie man seine richtige Balance findet", meint die Karriereexpertin. 

Manche freuen sich nach getaner Abend auf einen gemütlichen Fernsehabend auf der Couch, andere brauchen es, sich dann beim Sport richtig auszupowern.

"Es gibt verschiedene Grundhaltungen, wie Menschen mit Stress umgehen", meint Kerstin Hof. "Eine davon ist der Kämpfertyp, der auf Stress reagiert wie ein Grizzlybär und dabei viele Kräfte lässt. Für ihn wäre beispielsweise Sport keine gute Balance zum Arbeitsalltag. Für andere dagegen ist Bewegung das Zauberwort."


Um herauszufinden, welcher Stresstyp man ist, rät Kerstin Hof, Körper und Geist zu beobachten und verschiedene Freizeitaktivitäten auszuprobieren. Dabei können auch Unternehmen helfen. "Viele Firmen fördern die Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter durch Freizeitprogramme nach Feierabend, Home Office oder soziale Aktivitäten. Da passiert schon unheimlich viel", lobt die Expertin deutsche Unternehmen.

Dennoch liege der Fokus auf den Arbeitnehmern selber. 
Selbstbeobachtung und die richtige Menge an sozialen Aktivitäten und Zerstreuung können helfen, Stress im Arbeitsalltag auszugleichen.

Auch Christoph M. Bamberger rät, sich Grenzen zu setzen und den eigenen Körper zu beobachten. 

„Wenn man beginnt, ineffizienter zu werden und der Körper Signale sendet, wie Erschöpfung oder Magenschmerzen, ist das ein klares Warnsignal, dass man sich mehr Freiräume schaffen sollte.“ 
Das könnten Urlaubstage sein, entspannte Wochenenden oder einfach mal keine Überstunden.


Original artikel link: Wirtschafts Woche

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Freitag, 14. Februar 2014

Stress tödlich sein kann! Was tun, wenn der Körper die Notbremse zieht?

Studien beweisen, dass dauerhafter Stress ein Risikofaktor für unsere Gesundheit ist. 
Was wir tun können, um im Arbeitsalltag gesund zu bleiben.

Überstunden, Wochenenddienste und da all das nicht reicht, noch hin und wieder ein Praktikum oder gar ein Zweitjob. 
Unsere heutige Gesellschaft ist konkurrenzorientiert, karrierefixiert und hektisch. Immer schneller, immer besser und immer höher hinaus lautet die Devise – insbesondere im Job

Doch wann ist der Punkt erreicht, an dem unser Körper nicht mehr mitmacht?



Dass Stress tödlich sein kann, ist bereits amtlich: 
Ein schottisches Forscherteam um Prof. Tom Rus hat in einer im British Medial Journal veröffentlichten Studie bewiesen, dass Stress tatsächlich die allgemein Mortalitätsrate erhöhen kann.

Auch das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden beschäftigt sich mit der Frage, ob Stress krank machen kann.
Seit dem Jahr 2005 gibt es zu diesem Thema ein eigenes Krankheitsbild: Stress-Kardiomyopathie lautet der unheilvolle Name.
Dahinter verbirgt sich ein Herzinfarkt, der nicht durch verstopfte Arterien zustande kommt, sondern durch eine vorhergehende Stress-Situation, die eine Herzmuskelerkrankung auslöst. 
Die kann dann im schlimmsten Fall zum Tod führen.


Wenn der Körper Warnsignale sendet, 
sollte man sich Beruhigungspause gönnen, 
raten Business Doctors
„Wer ständig unter Stress steht, bei dem besteht die Gefahr, dass sich Herzgefäße verengen und es zu Minderdurchblutungen oder zum Herzinfarkt kommt“, erklärt Dr. Christoph Bamberger vom Medizinischen PräventationsCentrum Hamburg. 

Die Zahl sei erschreckend, rund ein Drittel aller Herzinfarkte seien eine Folge von dauerhaftem Stress.

Sein Tipp, damit es gar nicht erst so weit kommt: „Auch mal die Notbremse ziehen und sich nicht in den Burn-Out reinarbeiten.“ 

Vor allem den lebenswichtigen Schlaf dürfe man nicht ignorieren.



Doch es muss nicht immer die Überarbeitung sein, die uns Stress bereitet. 
Was viele nicht wissen:
Auch Unterforderung im Job kann zu Stresssymptomen führen.


"Wer dauerhaft im Beruf unter seinen Möglichkeiten bleibt, fühlt sich unausgeglichen und gestresst", meint Kerstin Hof, Karriereexpertin aus Hamburg.
Sie rät Arbeitnehmer daher, sich im Berufsalltag genau zu beobachten um die eigenen Grenzen aber auch Möglichkeiten herauszufinden.

Artikel link: 





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Mittwoch, 12. Februar 2014

Meinungsklima in Österreich: Burnout ist eine ernst zu nehmende Krankheit

48% der unselbstständigen Erwerbstätigen werten “Burnout als eine ernst zu nehmende Krankheit durch Überlastung im Beruf, für die auch private Ursachen verantwortlich sind”, so eine Kernaussage der vierten repräsentativen „Monster Jobwechsler Studie”.

Für 33% der Befragten ist Burnout “eine schwerwiegende Krankheit, die sich durch steigenden Druck und Geschwindigkeit am Arbeitsplatz in Zukunft häufen wird”
Nur 12% finden, dass “Burnout eine Modeerscheinung ist und von den betroffenen Arbeitnehmern oft vorgeschoben wird”.
„Die Mehrheit ist also der Meinung, dass von Burnout Betroffene, kein Tachinierer sind”, so Mag.(FH) Barbara Riedl-Wiesinger, Country Manager & Sales Director Monster Worldwide Austria GmbH


„Die Studie zeigt aber auch, dass die Bevölkerung weiter ist, als so manche politische Gruppe, die den Grund für Burnout nur in der Arbeitswelt orten.” 
Mit steigendem Alter und höherer Bildung wird Burnout “als schwerwiegende Krankheit gewertet, die sich durch Druck am Arbeitsplatz häufen wird”.

„Monster.at führt die Jobwechsler-Studie halbjährlich durch. Ziel der Studien ist es, die Trends bei den unselbstständigen Erwerbstätigen in Sachen Wechselbereitschaft festzustellen sowie mit einem Schwerpunkt – diesmal war es Burnout – ein brandaktuelles Thema aus der Arbeitswelt aufzugreifen”, erläutert Riedl-Wiesinger. „Insgesamt wurden 1.010 Österreicher Face-to-Face befragt; davon waren 451 unselbstständig erwerbstätig. Die Umfrage fand im Oktober 2013 statt. Wissenschaftlich wurde die Studie von IMAS International begleitet.”

„Burnout ist in der Bevölkerung angekommen”, ergänzt DDr. Paul Eiselsberg, Senior Reseach Director IMAS International
„Dies zeigt sich auch darin, dass sich berufsorientiere Menschen* rund um das Thema Burnout nicht anders äußern als Personen, die sich selbst als freizeitorientiert einstufen.” 
(*Die Differenzierung zwischen berufsorientierten und freizeitorientierten Personen wurde in der Umfrage durch eine Analyse der erstrebenswerten Lebensziele vorgenommen.)

Mit Burnout assoziieren die Österreicher primär zwei psychophysische Prozesse: 

“Überlastung bzw. Überforderung allgemein” (28%) und “Stress allgemein” (25%). 

Relativ häufig nennen sie auch “zu hohes Arbeitspensum” (14%), “Energie- und Antriebslosigkeit” (13%), einen “ausgebrannten Zustand” (13%) oder sogar “totale Erschöpfung, Zusammenbruch” (12%) und “Depressionen” (11%) sowie “Leistungs- und Termindruck” oder “Müdigkeit” (9%).


Für Mehrheit hat Druck am Arbeitsplatz zugenommen

41% der unselbstständig Erwerbstätigen vertreten “voll und ganz” die Ansicht, “dass die Belastungen am Arbeitsplatz in den letzten Jahren stark zugenommen haben, 46% stimmen dieser Aussage einigermaßen zu. 
9% haben nicht den Eindruck, dass der Druck am Arbeitsplatz gestiegen ist. 
„Es gibt also nur wenige unselbstständige Arbeitnehmer, die nicht den Eindruck haben, dass der Druck am Arbeitsplatz gestiegen ist (9%)”, folgert Riedl-Wiesinger. 

„Ein Grund dürfte sein, dass immer mehr finden, dass alles schneller geworden ist, wobei auch die elektronischen Medien einen wesentlichen Teil zu dieser Beschleunigung beitragen.” 

Frauen sind merklich häufiger als Männer vorbehaltlos der Meinung, dass die Belastungen am Arbeitsplatz stark gestiegen sind.


Maßnahmen zur Burnout-Prävention

Um Burnout vorzubeugen, werden von den Arbeitnehmern am häufigsten als “besonders wichtig” genannt “viel Schlaf” (70%) sowie eine “gute Abgrenzungsfähigkeit zum eigenen Job” (69%)
An dritter Stelle steht ein weiterer “privater” Punkt, der vor einer möglichen Erkrankung schützt: “ein intaktes, harmonisches Familienleben” (58%).
“Wenig Stress im Büro, also ein gut zu bewältigendes Arbeitspensum” wird an vorderer Stelle als “besonders wichtige” Präventivmaßnahme zur Vermeidung von Burnout gesehen, ebenso die persönliche “Fähigkeit sich selbst gut entspannen zu können” (je 55%), 53% verweisen auf die hohe Bedeutung des “geringen Termindrucks” und auf die Wichtigkeit der “Anerkennung der Arbeitsleistung” (51%)


49% setzen auf “viel Bewegung und Sport” und 48% auf eine “sinnvolle Freizeitgestaltung mit genügend Erholungsphasen” zur Burnout- Prävention.

Frauen messen den “privaten” Aspekten zur Vermeidung von Burnout teilweise deutlich mehr Gewicht bei als Männer
Natürlich gibt es auch berufs- und bildungsspezifische Eigenheiten, die sich in demografischen Unterschieden niederschlagen. Bei einfachen Jobs (in Abhängigkeit von einfacher Bildung) ist die Abgrenzung davon sicherlich weniger ein Thema, auch etwa Stress oder richtige Arbeitseinteilung.

„Burnout wird von Interessengruppen vereinnahmt”

„In Österreich wird das Thema Burnout von Interessengruppen vereinnahmt”,
konstatiert Prim. Dr. Kurosch Yazdi von der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg in Linz.
„Je nach Interessenlage wird für die Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerseite argumentiert. Letztlich liegt aber die Verantwortung für Burnout bei beiden Gruppen.” 


Der Arbeitgeber habe eine Fürsorgepflicht gegenüber dem Arbeitnehmer, und der wiederum muss auch auf seine Gesundheit achten. 

„Das Burnout-Syndrom wird wissenschaftlich nicht als Krankheit gesehen, sondern gilt im ICD-10 (International Classifikation of Diseases der Weltgesundheitsorganisation) als ein Problem der Lebensbewältigung, also ein schädlicher Faktor, der zu einer Erkrankung führen kann, aber nicht muss”, so Yazdi. 

Wie die Behandlung erfolgt, hängt von der Art der Erkrankung ab (z.B. Depression, Angststörung, Schlafstörung, …). 

Yazdi definiert zwei Wege aus dem Burnout: 

„Einerseits kann der Arbeitgeber Strukturen schaffen, in denen der Arbeitsstress erträglich bleibt, wie z.B. adäquate Arbeitsanforderung, wertschätzendes Arbeitsklima oder Anerkennung der Arbeitsleistung. 
Auf der anderen Seite kann der Arbeitnehmer aktiv auf die Erhaltung seiner Gesundheit achten, wie z.B. durch Entspannung, Ernährung, Sport, Schlaf sowie Vermeidung von schädigenden Einflüssen wie übermäßiger Alkohol- und Tabakkonsum und sich im Bedarfsfall rechtzeitig professionelle Hilfe holen bei z.B. der Arbeitsmedizin, dem Hausarzt, durch Coaching etc. Langfristig ist aber immer eine Balance zwischen Stress und Erholung anzustreben.”


Artikel link: VIENNA .at

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